Audiobahn AWP312T Defekt

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Audiobahn AWP312T Defekt

Beitragvon an_dy am Mo 11. Mai 2009, 10:09

Hallo
Habe folgendes Problem. Hatte mir vor anderthalb Jahren diesen Subwoofer zugelegt: Audiobahn AWP312T
Dieser lief ca. etwas über einem Jahr problemlos. Wobei der eigentlich in meinem 2. Wagen verbaut ist, somit nicht jeden Tag in Betrieb war. Vielmehr nur an Wochenenden und für Ferienfahrten.
Anfangs dieses Jahr viel mir auf, dass der Sub nicht mehr sauber klingt. Kann es nicht recht beschreiben, bei mittlerer Lautstärke hörte man so ein komisches "tschäppern". Als ich dann vor drei Wochen wieder mal unterwegs war, da viel der Sub ganz aus. Habe den dann ausgebaut und wenn man den Sub schüttelt, dann hört man so ein leises rascheln. Beschädigungen sieht man aber keine.
Nun gut, dachte ich, auf dem Sub hat es noch Garantie. Also bei der Firma angerufen und den Fall geschildert. Die wollten einiges an Daten wissen, was für ein Gehäuse, welche Endstufe...
Ich schreib mal am besten die Daten auf:
Sub eingebaut in einem geschlossenen Gehäuse, Literzahl ca. 20 Liter
Daten des Sub
Durchmesser: 30cm
Leistung: 1.200 Watt/RMS
Impedanz: Dual 2 Ohm
Frequenz: 20 - 1.000 Hz.
SPL: 96 dB
Parameter: FS 25,2 Hz., Qts 0,34, VAS 31L
Magnet: 180 Oz. Strontium
Schwingspule: 140mm 4-fach AVS
Membran: Flat Alu
Einbautiefe: 11,4 cm

Verstärker
SPL Dynamics S-2000D
Total Channel @ 1 Ohms 2000W x 1CH
Total Channel @ 2 Ohms 1400W x 1CH
Total Channel @ 4 Ohms 700W x 1CH

Nach einem halben Tag rief mich die Firma wieder an. Die nette Dame erklärte mir, dass der Techniker meinte, mein Verstärker sei nicht geeignt für diesen Subwoofer. Dieser hätte den Woofer zerstört.
"Mein Verstärker sei entweder zu schwach oder zu stark. ???? Entweder 700W oder 2000W. Und der Sub lief ja über ein Jahr ohne Probleme, das sei der Beweis dafür, dass der Verstärker den Sub allmählich zerstört hätte"
Ich verstehe das ganze nicht so recht, darum habe ich nachgefragt. Und die Dame sagte mir, dass mein Verstärker bei 4Ohm nur 2x700W bringt, das wäre eindeutig zuwenig. Sie sagte was von einer Rechteckspannung die da aufgebaut würde. Keine Ahnung was damit gemeint ist. Auf jeden Fall würden Sie die Garantie ablehnen, da ich selber schuld sei! Fühle mich jetzt doch sehr verschaukelt, da der Sub nicht gerade billig war.

Jetzt meine Frage an die Profis hier vom Forum. Kann das wirklich sein, dass mein Verstärker den Sub gekillt hat wegen zu geringer Leistung? Oder versuchen sich diese nur aus der Garantie rauszureden?
Hoffe auf erklärende Antworten.

Gruss Andreas
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Beitragvon wing am Mo 11. Mai 2009, 11:01

Gut, der Sub hat 2 Anschlüsse( 2Schwingspulen). Die Frage ist, wie du die verkabelt hattest. Wenn
1. Verstärker + zu SS1+/ von SS1- zu SS2+/ SS2- zu Verstärker -
Dann könntest du ihn durch Clipping( was die Frau mit dem Rechtecksignal meinte) zerstört haben. Siehe Google
2. Verstärker + zu SS1 und SS2 + und Verstärker - zu SS1 und SS2 -
Dann könntest du ihn auch zerstört haben, durch eine zu schlechte Einstellung der Endstufe( zu hoch gedreht)

Meine Einschätzung: Natürlich wollen die dir den nicht einfach ersetzen. Ich halte aber selbst die schlechte Verkabelung von 1.) für ausreichend. Hast du den immer laut angehört? Und wie hattest du ihn Verkabelt??

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Beitragvon an_dy am Mo 11. Mai 2009, 12:07

Hallo
Also so wie ich dich verstehe habe ich die 2.te Variante angeschlossen.
Recher Kanal Verstärker plus und minus zu Schwingspule1 plus und minus.
Linker Kanal Verstärker plus und minus zu Schwingspule2 plus und minus.
Wieviel Leistung hatte ich dann mit dieser Verkabelung?
2x700Watt an 4Ohm oder
2x1400Watt an 2Ohm
Komme da nicht draus.

Zur Lautstärke: Ich hatte den Lautsprecher kurzzeitig max. 3/4 belastet. Das war mehr als genug, aber meistens hatte ich die Lautstärke nicht über 1/3 gedreht. Somit konnte man auf längerer Fahrt sich noch einigermasen unterhalten im Fahrzeug.
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Beitragvon wing am Di 12. Mai 2009, 09:46

Ok, Grundlagen E-Technik:
Beide Schwingspulen haben einen Widerstand von 2 Ohm. Parallel geschalten brauch man da die Formel
1/R= 1/R1+1/R2 also
1/R= 1/2+1/2
0.5+0.5 ist ja bekanntlich 1 und der Kehrwert von 1 ist auch 1. Also hat deine Subwooferkonstruktion einen Widerstand von 1 Ohm... dann gucken wir uns die Daten des Verstärkers an und da steht, dass er an 1 Ohm 2000Watt macht, also 2kW. Dein Lautprecher verträgt aber nur 1200 Watt. Ergo, wenn du den Gain oder Level-Regler des Verstärkers zu weit aufdrehst, kannst du ihn elektrisch killen. Da aber 1200Watt nicht mehr zum "normalen" reden reichen, vermute ich mal das du ihn nicht überlastet hast. Wobei man außerdem sagen kann, das ein Sub die doppelte Leistung schon mal ein paar Sekunden abkönnen sollte.
Ich rate dir also dort nochmal anzurufen, und den Fall nochmal zu schildern. Wie weit hatteste denn eigentlich den Gain Regler aufgedreht?
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Beitragvon an_dy am Mi 13. Mai 2009, 11:30

Den Gain Regler hatte ich ziemlich zugedreht, da es mir sonst zu brachial wurde. Das ganze Auto hatte gebebt.
Auch im hinblick mit der Abstimmung der anderen Lautsprecher, ansonsten man die nicht mehr gehört hätte.

Zu den Grundlagen der E-Technik.
Begreife das immer noch nicht. Bin wohl schwer von begriff.
Aber ist es nicht so, dass wenn man zwei Lautsprecher oder einen Doppelschwingspulen Lautsprecher anschliesst, dass sich die Leistung dann halbiert. In der Beschreibung steht ja 2000Watt bei 1 Channel.

Nach deiner Ausführung hatte ich also 2x2000Watt auf den Lautsprecher bei 1Ohm, richtig?

Gruss Andreas
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Beitragvon wing am Mi 13. Mai 2009, 15:44

Nochmal zum Problem: Wenn der Gain der Stufe ziehmlich weit zurück gedreht war, ist auf alle Fälle ein Materialfehler oder ähnliches.

Zu den Basics: Eine Schwingspule verträgt 600 Watt. Das ist so, egal wie die Verkabelung mit der anderen Schwingspule aussieht. Punkt!!! Jetzt halbiert sich nicht die Leistung sondern der Widerstand.
Anders: Ich vergleich mal Strom mit Wasser... Du hast ne Pumpe( deine Endstufe), die nen gewissen Druck erzeugt. Dieser Druck sei mal abhängig von dem Schlauch(-querschnitt, bzw. vom minimalen Querschnitt). Wenn du jetzt ne Düse an das Ende des Schlauches schraubst, die nen kleinen Querschnitt hat( entspricht nem großen Widerstand eines Elektrischen Widerstandes) produziert die Pumpe weniger Druck und es fließt relativ wenig Wasser.
Wenn du jetzt vor der Düse einen Verteiler rein baust und dann 2 Düsen anschließt, verteilt sich der Druck auf beide Düsen. Ergo der Widerstand halbiert sich. Es fließt die doppelte Wassermenge. Nun nehmen wir noch an das die Düsen max. 100Liter pro Minute durch lassen. Dann haste bei 2 Düsen ne max Durchflussmenge von 200 Liter. Daran wird sich nix ändern.

Und zu deinem Problem: Du hast nen Monoblock. Das ist ja ne 1-Kanal Endstufe, also hast du immer 1x blabla Watt bei mähmäh Ohm. Und nach meiner Rechnung hast du 1 Ohm, also liefert dein Verstärker 2000 Watt.

Falls dus immernoch net verstanden hast, frag noch mal. Ich bin kein Lehrer. Meine Vermittlung ist nicht die Beste .

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