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Mittwoch, 20. August 2014, 11:13

Bitte lesen: Car-HiFi-Einsteigertipps und Grundlagenwissen

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Die neuen Einsteigertipps befinden sich ab sofort hier:
Car-Hifi: Tipps, Tricks sowie Grundlagen, Teil 1 Wichtigste theoretische Grundlagen / Übersicht
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Willkommen bei den neuen Einsteigertipps!

Der folgende Artikel soll einen umfassenden Einblick in die nötigsten Grundlagen des nahezu unendlichen Themas "Car-HiFi" bieten. Hier sollten eigentlich fast alle Einsteigerfragen zum richtigen Kauf, Anschluss und Einbau der Komponenten geklärt werden. Wenn noch Fragen offen bleiben, bitte dafür einen eigenen Thread im richtigen Unterforum eröffnen! Wer noch Verbesserungs- oder Ergänzungsvorschläge hat, kann diese gerne per PN posten, nicht in diesem Thema! Sinnvolle und gut formulierte Beiträge werden dann gerne eingebunden. Beiträge in diesem Thema werden gelöscht, für Anmerkungen ist wie gesagt das andere Thema da.


Der lange Text sind nur die Grundlagen?!

Ja, so ist es. Car-HiFi mit all seiner Elektroakustik und Elektrotechnik ist ein Feld, womit sich manche Leute ihr ganzes Leben lang beschäftigen. Hier im Text soll es nur um die praktische Anwendung gehen. Wie wähle ich meine Komponenten aus, worauf muss ich achten? Wie verkabelt man die Anlage richtig? Wie baut man sie stabil und akustisch sinnvoll ein? Was sind die wichtigsten physikalischen Grundlagen zum richtigen Einstellen der Anlage? Was sind bekannte Tatsachen, und was einfach weit verbreiteter Irrglaube? Wer nur mal eben schnell seinen Woofer verkabeln will dass er irgendeinen Wumms macht, kann natürlich vieles überfliegen. Wer sich aber ernsthaft mit Car-HiFi befassen will, sollte den ganzen Text aufmerksam lesen, dafür wurde er geschrieben. Ein vernünftiger Einbau verlangt erstmal nach Aneignung von Wissen, und kann recht lange dauern und nicht immer spaßig sein. Wenn dann nachher aber endlich alles so klappt wie man wollte, wars die Mühe eindeutig wert.


Der Verfasser

...ist hier und in einigen anderen Auto- und HiFi-Foren als "kampfmeersau" bekannt. Seit dem Jahre 2002 befasst er sich mit dem Thema Car-HiFi und war die ersten vier Jahre ein blutiger Anfänger, der in der Zeit auch viele Fehlkäufe und "Drauf-Los-Einbauten" auf dem Gewissen hat, worunter besonders ein Golf III und ein Bollerwagen zu leiden hatten. Ab dem Jahre 2006 befasst er sich ersthaft(er) mit dem Thema und ist permanent in Profi-Foren anzutreffen, um dort dazu zu lernen. Aktuell hat er einen Skoda Fabia Combi in Arbeit, lässt sich aber sehr viel Zeit mit dem Einbau, doch spätestens zur Verschrottung des Wagens wird die Anlage wohl fertig werden. Nebenbei betreibt er mittlerweile zwei Bollerwagen, die mit den Jahren sogar so etwas Ähnliches wie Klangqualität aufweisen können, obwohl sie größtenteils aus ausrangierten Komponenten bestehen. Die übrige Zeit vertreibt er sich mit einem Studium der Sozialwissenschaften und Geschichte und dem Schreiben von größtenteils hilfreichen Kommentaren in diesem Forum. Nebenbei war er nie besonders gut in Mathe oder Physik und hat seine Stärken eher im sprachlichen Bereich, wodurch er aber in der Lage ist, einmal verstandene technische Sachverhalte recht idiotensicher zu erklären, zumindest sagen das befreudete Elektrotechniker, die es wissen müssten. Richtig auf die Palme zu bringen ist er eigentlich nie, was wohl am niedrigen Blutdruck liegt. Das schaffen eigentlich nur Leute, die sich permanent weigern, zumindest einen Versuch zu unternehmen, den vorliegenden Sachverhalt durch Lesen in Eigenregie zu verstehen. Frei nach Immanuel Kant: Schalt öfter mal dein Hirn ein, dann denken nicht immer andere für dich und du kannst nicht so leicht verscheißert werden. ;)


Inhaltsverzeichnis

- Willkommen bei den neuen Einsteigertipps!
- Märchen wie das HiFi-Boxen und die Geschichten von tausend und einem Watt
- Autoradio oder "Headunit"
- Was für Lautsprecher "brauche" ich?
- "Brauche" ich eine Endstufe, warum und welche?
- Augen auf beim Kauf!
- Impedanz und Watt
- Verkabelung und Strom
- Subwoofer und Gehäuse: Wie bekomme ich Druck ins Auto?
- Richtige Ausrichtung, luftdichtes Volumen, sowie Schalldämmung und -dämpfung im Auto
- Richtige Frequenztrennung in all seinen Schwierigkeiten
- Kofferraumausbau
- Wie stelle ich meine Endstufe richtig ein?
- Aktuelle Empfehlungen



Märchen wie das HiFi-Boxen und die Geschichten von tausend und einem Watt

In den letzten Jahren Forentätigkeit ist zu bemerken, dass sich vor allem bei Lautsprechern hartnäckig dieselben "Legenden und Mythen" halten, und von Halbwissenden in jeder Generation weitergegeben werden. Aber auch im Bereich der Leistung herrscht Unwissenheit wie selten zuvor. Dabei sind einige Fehler ganz offensichtlich, und lassen sich mit gesundem Menschenverstand, oder auch einfachen Dreisätzen widerlegen! Hier mal kurz und knapp die schlimmsten Irrtümer:


"Boxen"

Wenn man nur mal mit seinem Verstand an diesen Begriff herangeht, muss man sich doch fragen: "Wer boxt hier wen?", oder aber "Wo ist die Box?". Letzterer Gedankengang wäre dann richtig. "Box", oder auf Deutsch auch "Kiste, Gehäuse" bezeichnet das Gehäuse um einen Lautsprecher. Der Einfachheit halber werden auch Gehäuse inklusive Lautsprecher als "Boxen" bezeichnet. Aber ein Lautsprecher ohne Gehäuse? Das ist ja so, als würde man das Auto plötzlich "Garage" nennen! ;) Des Weiteren behaupte ich, dass durch diesen falschen Begriff auch die Wichtigkeit der eigentlichen "Box", nämlich dem Gehäuse, verlorengegangen ist. Ein guter Lautsprecher braucht ein gutes Gehäuse, sonst klingt er einfach nicht! Im Auto müssen daher nicht nur für den Subwoofer, sondern auch für alle anderen Lautsprecher Gehäuse geschaffen werden. Mehr dazu im Abschnitt "Richtige Ausrichtung, luftdichtes Volumen, sowie Schalldämmung und -dämpfung im Auto".




Lautsprecher "haben" soundsoviel Watt

Wieder den gesunden Menschenverstand einschalten: Wer kann denn Leistung, also Watt, erzeugen? Richtig, ein Verstärker. Sind Lautsprecher Verstärker? Nein, es sind Schallwandler. Werden sie von Verstärkern angetrieben? Ja. Dann kommen wir der Sache schon näher. Die angegebene "Leistung" auf den Lautsprechern ist vereinfacht gesagt die Belastbarkeit unter Freifeldbedingungen. Man stelle sich vor, man hängt einen Lautsprecher auf einer Wiese an einen Angelhaken und misst, wieviel Verstärkerleistung er verträgt. Im Gehäuse, der "Box" wie wir jetzt wissen, kann die Belastbarkeit wieder eine ganz andere sein. Ums kurz zu machen: Die Wattangaben sagen für sich allein garnichts aus! Sie dienen vor allem dem Marketing und der damit verbundenen Bauernfängerei: "Boah ey, meine Boxen ham zigtausend Watt!" Na super. Auch hier gilt wieder: Nur die RMS- nicht die Maximalwerte betrachten!


Lautsprecher mit "mehr Watt" sind lauter

Eine vom Marketing nie erwähnte, aber viel wichtigere Angabe ist der Wirkungsgrad (oder physikalisch richtiger der "Kennschalldruck") der Lautsprecher. Dieser ist nur etwas komplizierter und nicht so leicht manipulierbar, und damit kann man deshalb nicht auf Dummenfang gehen. Beim Wirkungsgrad wird gemessen, wie laut ein Lautsprecher bei 1 Watt Leistung auf 1 Meter Entfernung ist. Im Gegensatz zur Belastbarkeit lässt das wirklich Rückschlüsse auf die Lautstärke zu! Einige Hersteller geben statt 1W lieber die Spannung von 2,83V an, was aber nur bei einem 8-Ohm-Lautsprecher vergleichbar wäre, die meisten Autolautsprecher haben jedoch eine 4-Ohm-Impendanz. "Gemauschelt" wird also auch hier. Wenn 2,83V angegeben sind, sollte man mindestens 3dB runterrechnen, um auf einen vergleichbaren Wert zu kommen. Die physikalische Materie dahinter ist recht komplizert, aber stark vereinfacht lässt sich festhalten: Je höher der Wirkungsgrad, desto weniger Verstärkerleistung braucht man für die gleiche Lautstärke. Gerade bei Subwoofern, da diese am meisten Leistung brauchen, sollte man auf diesen Wert achten und sich an einem Wert um 88dB/1W/1m oder 91dB/2,83V/1m orientieren, natürlich gerne auch mehr.


Es gibt zigtausend Watt für 69 Euro

Gerade in den letzten Jahren wird extrem übertrieben, wenn von der Leistung von Endstufen, Autoradios oder sogar Lautsprechern die Rede ist. Das hat leider dazu geführt, dass Wattzahlen mittlerweile recht inflationär in den Köpfen der Einsteiger herumgeistern. Was sind schon 4x50 Watt? Ausreichend sind sie, wenns dann "richtige" Watt sind! Die Kürzel hinter den Wattangaben sind entscheidend: Steht dort "Maximal-" oder "PMPO-"Leistung, sind diese Daten schlicht und einfach unbrauchbar. Achten muss man auf "RMS-", "Sinus-", oder "Nenn-"Leistung, die die tätsächliche Power eines Gerätes angeben. Hier wird zwar auch geschwindelt, aber nicht im großen Stil. Wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, schaut bei Internetseiten wie http://www.amp-performance.de vorbei, die Endstufen auf ihre tatsächliche Leistung prüfen, und zudem noch weitere hilfreiche Informationen bereitstellen. Dabei zu beachten ist die Prüfspannung von 13,5V, gemessen werden Endstufen meist mit der Lichtmaschinenspannung von 14,4V. "Entlarven" kann man dubiose Endstufen auch mit ihrem Sicherungswert, den man an den verbauten Sicherungen einfach ablesen kann: Multipliziert man den Sicherungswert (zum Beispiel 2x15A) mit der von der Lichtmaschine generierten Bordspannung von 14,4V, ergibt das die maximale Eingangsleistung (im Beispiel 30*14,4=432W). Davon ausgehend, dass eine durchschnittliche Endstufe etwa 50% der Eingangsleistung in Ausgangsleistung umwandelt, kann man errechnen, wieviel Watt letztendlich "rauskommen" (im Beispiel 432W/2=216W). Das sind nur ungefähre Werte und nochmal stark von der anliegenden Impendanz abhängig, aber sie helfen schonmal weiter. Mehr dazu auch noch im Unterpunkt "Impendanz und Watt". Es gibt genug "2600W"-Endstufen auf dem Markt, die reell betrachtet dann etwa 4x16W bieten und dazu noch grausam klingen. Fallt nicht auf solche Betrügereien herein! Meist erkennt man diese Endstufen aber auch am Preis. Für eine 2-Kanal-Endstufe sollte man mindestens mit einem Neupreis von 100 Euro rechnen, bei 4-Kanal-Endstufen mit einem Neupreis von mindestens 150 Euro.


Autoradio oder "Headunit"

Guter Klang im Auto fängt mit dem richtigen Autoradio an. Hier werden die CD-/USB-/FM-Signale umgewandelt, somit ist das richtige Radio eins der wichtigsten Komponenten im Auto! Wenn hier durch minderwertige Signalumwandlung und -übertragung schon Klangqualität verloren geht, können auch noch so hochwertige Komponenten "dahinter" dies nicht mehr auffangen: Das ist das erste Glied der Kette, hier fängt Klangqualität an! Deshalb sollte hier nicht gespart werden. Finger weg von irgenwelchen Baumarkt- oder Discounterradios! Für etwa 150 Euro gibts vernünftige Radios von den bekannten Marken Alpine, Clarion, Eclipse oder Pioneer. Auch Blaupunkt, JVC, Kenwood oder Sony haben teilweise gute Modelle. Teils gibts noch andere Hersteller wie Zenec oder Audiovox, die brauchbare Geräte auf dem Markt haben. Ab der 300-Euro-Klasse wird richtig interessant, ab dort bieten Radios ausreichende Filter- und Equalizereinstellungen für eine richtig gute Anlage. Aber auch ohne Einstellungen an den Serienlautsprechern wird ein immenser Klanggewinn hörbar sein. Wohlgemerkt alle ohne Monitore und anderen Schnickschnack, für guten Klang ist das nicht notwendig. Wer unbedingt DVD und Monitor haben möchte, sollte mindestens 700 Euro einplanen, die meist sehr verlockenden Alleskönner mit Monitor, Kartenslot und vielleicht sogar Bluetooth für 199 Euro taugen nichts! Da ein Autoradio heutzutage neben dem Radioempfang auch viele andere Aufgaben übernimmt, hat sich der Begriff "Headunit" als Kopf der Anlage etabliert.


Integrierte Frequenzweichen

Viele Headunits um 250 Euro aufwärts bieten heute integrierte Frequenzweichen an. Damit lassen sich einzelne Kanäle schon vor dem "Verlassen" des Radios in Frequenzbereiche aufteilen. Bei einer 3-Wege-Aktivanlage bedeutet das z.B.: Die Hochtöner bekommen zwei Kanäle Stereo, die Mitteltöner bekommen zwei Kanäle Stereo, und die Tieftöner auch. Jedes Lautsprecherpaar bekommt nur die Frequenzen, die es auch spielen soll, in unserem Beispiel sind keine passiven Frequenzweichen mehr nötig. Die meisten Endstufen bieten zwar ähnliche Funktionen, sind mit ihren Drehreglern aber bei Weitem nicht so genau! Die Trennfrequenzen sind dabei jederzeit änderbar und bequem vom Fahrersitz, wo man ja auch Musik hört, einstellbar. Ein geschultes Gehör kann die Einstellungen mit ein bisschen technischem Sachverstand ohne Hilfe vornehmen, für alle anderen bietet sich ein Fachmann mit Mess-Equipment an. Gerade hier ist eine Voreinstellung wichtig, damit nicht vor dem ersten Start schon Lautsprecher aufgund von falscher Trennung kaputtgehen! Mehr auch später im Abschnitt "Richtige Frequenztrennung in all seinen Schwierigkeiten"


Equalizer

Viele Headunits um 300 Euro aufwärts bieten heute einen umfangreichen Equalizer (kurz EQ) an. Wie der englische Name schon andeutet, ist er dazu da, den Frequenzgang an einen gewissen Hörraum anzupassen. Ein idealer Hörraum wäre leer und unendlich: Nirgendwo Gegenstände oder Wände im Weg, die den Schall reflektieren. Aber so etwas gibt es nicht, jeder Raum ist verschieden, und bietet die verschiedensten Störquellen, die nur gewisse Frequenzen unnatürlich leise oder laut erklingen lassen. Man spricht hierbei jeweils von Auslöschungen oder Spitzen. Ein Equalizer ermöglicht einem, an gewissen Stellen des Frequenzbandes anzusetzen und diese störenden "Berge und Täler" zu beseitigen, indem in den Problembereichen etwas mehr oder etwas weniger Leistung ausgegeben wird als eigentlich üblich. Im entferntesten Sinne kann man sich eine Fahrradtour durchs Gelände vorstellen, bei der man immer die gleiche Geschwindigkeit halten will: Am Berg muss man mehr treten, an Abfahrten bremsen. Nur das beim EQ eben versucht wird, immer die Lautstärke zu halten, wie sie eigentlich sein sollte. Somit hört man im Idealfall die Musik so, als würde man auf der freien Wiese stehen, wo keine Wände oder Gegenstände den Schall verbiegen. Gerade das Auto ist ein ansich gräßlicher Hörraum, weil hunderte unterschiedlicher Hindernisse auf extrem kleinem Raum lauern. Da der EQ nur an einigen Punkten ansetzen kann, ist ein Frequenzgang nie ganz linear, aber deutlich besser als ohne Eingriffe! Ein geschultes Gehör kann die Einstellungen mit ein bisschen technischem Sachverstand ohne Hilfe vornehmen, für alle anderen bietet sich ein Fachmann mit Mess-Equipment an.


Laufzeitkorrektur

Noch so ein Ausstattungsmerkmal von Headunits ab 300 Euro. Mit einer Laufzeitkorrektur (kurz LZK) kann man erreichen, dass alle Tonsignale gleichzeitig an den Ohren auf dem Fahrersitz ankommen. Durch unterschiedlich weite Strecken, durch oben genannte Reflexionen, aber auch unterschiedlich träge Lautsprecher, kommen nicht alle Signale von beiden Hochtönern, Tiefmitteltönern oder vom Subwoofer in derselben Millisekunde an den Ohren an. Mit einer LZK kann man nachbessern! Ein geschultes Gehör kann die Einstellungen mit ein bisschen technischem Sachverstand ohne Hilfe vornehmen, für alle anderen bietet sich ein Fachmann mit Mess-Equipment an.


OEM-Radio und HiFi?

Wer sein (recht neues) Original-Radio behalten will, hat mehrere Möglichkeiten: Entweder besorgt man sich einen hochwertigen High-Low-Adapter (Kostenpunkt um 70 Euro), oder wählt eine Endstufe, die über Hochpegeleingänge verfügt. Bei letzterem werden die Signale dann nicht über Cinch, sondern über normale Lautsprecherkabel übertragen. Mit diesem Kniff sollte man aber nur arbeiten, wenn das Original-Radio in die Fahrzeugelektronik eingebunden und somit unentbehrlich ist, klanglich ist ein Nachrüstradio ab 300 Euro immer zu empfehlen, was meist auch mit zahlreichen, fahrzeugspezifischen Adaptern lieferbar ist. Die Serienradios scheitern klanglich meist an ihrer billigen Hardware, besonders was die Digital/Analogumwandlung von CDs oder anderen modernen Speichermedien angeht. Aber auch hier gibts Hoffnung: Viele Fachhändler können Serienradios mit digitalen Signalprozessoren auf die Sprünge helfen! Das ist dann aber wieder nicht ganz billig.


Was für Lautsprecher "brauche" ich?

Viele Anfänger wollen möglichst viele Lautsprecher im Auto verteilen, was bei Klangpuristen regelmäßig zu verächtlichen Blicken oder Kommentaren führt. Egal ob man ein Anhänger von Raumklang oder ein Stereo-Purist ist, sollte man folgendes wissen:


Frontsystem

Das Frontsystem sollte in jedem Fall der wichtigste HiFi-Part im Auto sein. Wie man es richtig verbaut, wird im Abschnitt "Richtige Ausrichtung, luftdichtes Volumen, sowie Schalldämmung und -dämpfung im Auto" erklärt. Warum es wichtig ist, wird einem klar, wenn man mal eine gute Stereoanlage hört: Wenn man die Augen schließt, hat man die komplette "Bühne" vor sich, man hört von wo Stimmen und Instrumente kommen, und es entsteht eine Räumlichkeit, als wäre man live dabei. Wer nie eine hochwertige Anlage gehört hat, sollte das dringend nachholen! Ziel gutem Car-HiFi ist es, dieses Gefühl auch im Auto zu erzeugen. Dazu sind die Bedingungen leider ziemlich ungünstig: Die Lautsprecher sitzen an den unmöglichsten Stellen, dazu sitzt man nicht mittig der Lautsprecher, sondern weiter links (zumindest hier in Deutschland). Deshalb sollte versucht werden, zumindest ansatzweise ausgewogenen Klang und eine gute Bühne zu schaffen. Also Frontsystem kommt daher nur ein Komponentensystem in Frage, wo der Hochtöner weiter oben sitzt als die Tiefmitteltöner. Hohe Töne sind fürs menschliche Gehör eher ortbar als tiefere Töne. Deshalb gilt: Je höher die Töne sind, die ein Lautsprecher reproduzieren soll, desto näher und direkter müssen sie aufs Ohr des Zuhörers gerichtet sein! Die Hochtöner werden daher möglichst auf dem Armaturenbrett oder kurz daneben verbaut, die Tiefmitteltöner in der Tür oder kurz daneben. Wie es für eine gute "Bühne" üblich ist, sind alle relevanten Lautsprecher vor dem Zuhörer angebracht. Bedenke: Ein Großteil des Klangs wird durchs Frontsystem bestimmt! Die Hochtöner sind kritisch, da sie meist anders ausgerichtet werden müssen, als vom Hersteller angedacht. Der Mittelton, sowie der Ober- oder Kickbass wird von den Tiefmitteltönern in der Tür übernommen, deshalb müssen sie stabil und dicht verbaut werden, was alles wie gesagt weiter unten erklärt wird.


Lautsprecher im Heck?

Viele Einsteiger bauen zusätzliche Lautsprecher in der Heckablage ein, weils ja so schön einfach ist. Als echter HiFi-Purist sollte man diese verteufeln, denn wie wir nun wissen, kommt guter Klang von vorne, dort ist die Bühne, beim Konzert dreht man sich ja auch nicht um. Doch viele Leute mögen ein wenig Raumklang, oder haben des Öfteren "Rückbankpassagiere", die ja auch viel hören wollen. Aus Sicht des Verfassers ist der Mittelweg in letzterem Fall der Richtige: Man baut hinten kleine Lautsprecher ein, die leise mitlaufen. Diese können auch ruhig am Radio, ohne zusätzlichen Verstärker laufen. Somit wird der Stereoklang vorne nur minimal gestört, und wenn hinten niemand mitfährt, kann man die hinteren Lautsprecher auch per Fader rausregeln. Eine Heckablage mit dicken Free-Air-Woofern oder Coaxial-Lautsprechern ist nicht nur seit den 1990ern aus der Mode geraten: Auch klanglich bietet sie, wie wir nun wissen, eher Nachteile. Und schlimmer noch: Durch das enorme Gewicht und die mangelnde Sicherung können Heckablagen beim Unfall tödlich sein!




Subwoofer

Subwoofer unterstützen das Frontsystem in den unteren Frequenzen. Je tiefer eine wiederzugebende Frequenz ist, desto mehr Membranfläche und Gehäusevolumen ist dafür notwendig. Wie wir ja nun wissen, sind tiefe Frequenzen für den Menschen kaum bis gar nicht ortbar, deshalb ist es zum Glück gar nicht so schlimm, wenn der Subwoofer aufgund seiner Gehäusegröße im Kofferraum stehen muss. Wie man ihm ein richtiges Gehäuse baut, wird im Abschnitt "Subwoofer und Gehäuse: Wie bekomme ich Druck ins Auto?" erklärt. Auch hier gibt es Einiges zu beachten, wie in späteren Abschnitten zu lesen ist. Ein Subwoofer ist nämlich keinesfalls "prollig", sondern notwendig, um tiefe Frequenzen richtig darzustellen, nur muss er dazu auch richtig eingestellt werden, damit er in jedem Frequenzbereich gut spielt. Ein lautes "Boom" kann jeder Stümper erzeugen, aber ein ausgeglichener Verlauf ist da schwieriger! Auch sollte hier wieder auf die Unfallgefahr geachtet werden! Auch wenn einen die Rückbank ein wenig vor schweren Basskisten schützt: Besser sind mit dem Boden verschraubte Kisten oder anderweitige Sicherheitsmaßnahmen.


"Brauche" ich eine Endstufe, warum und welche?

Frontsystem an der Endstufe?

Viele Einsteiger möchten zunächst nur eine Endstufe für den Subwoofer, was vor allem finanzielle Gründe hat. Dazu ist der Installationsaufwand geringer, und die aufgedruckten "4x50W" des Autoradios scheinen ausreichend fürs Frontsystem. Wer Musik lediglich als Hintergrundbeschallung im Auto nutzt, für den ist das auch ausreichend. Sobald aber audiophile Klänge oder ein hoher Lautstärkepegel angestrebt werden, ist eine Endstufe fürs Frontsystem unerlässlich. Was bringt der krasseste Bassdruck, wenn man das Frontsystem nicht mehr hört? Der Hauptgrund dafür ist die Leistung, Autoradios haben nämlich keineswegs die Leistung, die sie vorgeben: Wie wir aus dem Abschnitt weiter oben wissen, zählt bei Wattangaben nur die RMS-Leistung, Maximalangaben sind unrealistisch. Je nach Modell haben Autoradios eine Ausgangsleistung von etwa 10-20 Watt pro Kanal. Das reicht meist für einigermaßen sauberen Klang bis kurz über Zimmerlautstärke, mehr nicht, danach gehts ins "Clipping". Vereinfacht heißt das, dass der Verstärker nicht mehr die Leistung erbringen kann, die man von ihm verlangt. Das Resultat sind Störgeräusche und unsauberer Klang, was viele Änfanger fälschlicherweise dann nur den Lautsprechern zuschreiben. Dabei könnten die Lautsprecher vielleicht sogar mehr, wenn sie dann saubere Leistung bekommen würden! Je nach Wirkungsgrad der Lautsprecher kann schon ein Verstärker mit 2x30 "echten" Watt RMS fürs Frontsystem richtig Laune bringen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, nimmt einen Verstärker mit 50-100W RMS pro Kanal für sein Frontsystem, das reicht in 90% der Fälle aus. Für Frontsysteme mit mehr als einem Tiefmitteltöner pro Seite sollte es dann etwas mehr sein. Für ein passives Frontsystem braucht man eine 2-Kanal-Endstufe, für ein aktives Frontsystem eine 4-Kanal-Endstufe.


Die richtige Endstufe für den Subwoofer

Für den Subwoofer muss es auf jeden Fall eine Endstufe sein. Hier gilt es vor allem den Wirkungsgrad, die Größe, das Gehäuse, und die Impendanz des Woofers zu berücksichtigen. Man nimmt hier je nach Einsatzzweck eine gebrückte 2-Kanal-Endstufe, oder einen Monoblock, der einen Kanal hat. Wenn man mehrere Woofer zu verkabeln hat, muss besonders auf die Impendanz geachtet werden, da sich dadurch die Leistung der Endstufe verändert, oder sie sogar unbrauchbar für das Vorhaben wird! Mehr dazu unter "Verkabelung und Strom" sowie "Impedanz und Watt".


Beste Lösung für schmales Budget

Um Geld zu sparen, bietet es sich an, eine 4-Kanal-Endstufe zu kaufen, die dann das passive Frontsystem und den Subwoofer betreiben kann. Gute 4-Kanal-Endstufen gibts schon ab 150-250 Euro und sind damit kaum teurer als die 2-Kanal-Varianten. Dazu nimmt man Kanal 1+2 fürs Frontsystem, und Kanal 3+4 werden gebrückt für den Woofer verwendet. Für ein normales Frontsystem und einen Subwoofer mit jeweils 4 Ohm sollte eine Endstufe mit Daten um die 4x75W(einzeln)/2x250W(gebrückt) RMS an 4 Ohm angestrebt werden, gern auch mehr.


Augen auf beim Kauf!

Eine Liste von brauchbaren Marken gibts hier im Forum. Natürlich gibts hier keine Garantie auf Vollständigkeit oder absolute Sicherheit. Es gibt so viele Marken und Modelle, lieber vorher nochmal nachfragen. Schließlich müssen auch die Komponenten untereinander zueinander passen. Erschwerend dazu kommt:


Marken und ihre Aussagekraft

Es gibt viele Vorurteile über gewisse Marken. Für den Blödmarktkunden sind aktuelle Hifonics und Co. das Nonplusultra, und Hifi-Entusiasten lehnen Marken wie Magnat oder MacAudio kategorisch ab. Was stimmt denn nun? Tja, wenn man das mal so genau sagen könnte! Heutzutage werden Markennamen nur noch als "Brands" auf die unterschiedlichsten Produkte gepappt, die völlig woanders entwickelt wurden, also muss man schon sehr genau wissen, wo etwas herkommt, der Markenname allein reicht da meistens nicht. Die Spitzenprodukte einer Marke können aus einer ganz anderen Fabrik auf einem ganz anderen Kontinent kommen als die Einsteigerware mit dem selben Markenlogo. Da blickt keiner mehr durch, und das ist auch gewollt. Hier ein sehr interessanter und ausführlicher Link zu dieser Markenpolitik: http://pelmazosblog.blogspot.com/2009/10/brands.html
Es gibt aber auch Firmen, die ihre Sachen nach strengen Vorgaben in China bauen lassen um Kosten zu drücken. Ob das moralisch vertretbar ist, darüber lässt sich streiten, aber die Produkte sind super, trotz "Made in China". Entwicklung im Heimatland ist hier das Zauberwort: "German/American/British... engineering". Das Denken übernehmen Profis, die Komponenten werden teils im Heimatland handselektiert, aber zusammenstecken können es einfache Chinesen zum Niedriglohn. Also, "Made in China" kann heutzutage alles sein, von Ramsch bis High-End.


Immer Probehören!

Es gibt sehr viele Marken und Modelle, und viele davon sind gut! Nur welche Marke passt nun im speziellen Fall am Besten? Viele Einsteiger kommen hier ins Forum, und wollen darauf eine konkrete Antwort haben. Nun, die gibts aber nicht. Wir könnten hier natürlich einfach per Massenabfertigung allen unsere Lieblingsprodukte empfehlen, aber guter Klang ist trotz vieler Messmethoden immernoch Geschmackssache. Die Entscheidung kann euch keiner abnehmen! Also, ab zum seriösen Händler oder vielleicht auch erstmal zum Discounter, und möglichst verschiedene Systeme und Woofer anhören. Dabei aber qualitativ hochwertige Aufnahmen verwenden, den Hoch- und Mittelton beanspruchen, und auch verschiedene Bassläufe in immer anderen Tonlagen abfragen. Der Verfasser nimmt dafür gerne Soul, Rhythym and Blues (nicht das was heute als R'n'B verkauft wird!), und Drum and Bass (D'n'B) für die Bassläufe. Nun wird sich Mancher fragen, was er denn nun noch fragen soll, wenn alles Geschmackssache ist. Hier im Forum können wir, wenn ein Geschmack feststeht, die anderen Fragen klären: Passt das Ganze überhaupt anschluss- und leistungtechnisch zusammen? Gibts vielleicht noch ähnliche Konkurrenzmarken? Passt das Ganze zum verbauten Auto? Und was ist nun wirklich absoluter Ramsch und muss gar nicht erst gehört werden?


Neukauf

Eigentlich könnte ich diesen Absatz auf die Aussage "Geh doch zum Fachhändler!" beschränken. Aber die meisten machen es eh nicht, leider. Dabei sind Fachhändler in 95% der Fälle wesentlich fachkundiger als die Blödmarktmitarbeiter, wobei es natürlich auch immer Ausnahmen gibt. Doch gerade als handwerklich ungeschickter oder einfach bequemer Einsteiger braucht man nunmal einen kompetenten Einbaupartner. Wie ich später im Text noch erläutern werde, ists mit "Plug and Play", also dem einfachen Zusammenstecken der Anlage nicht getan. Viele große Discouter bieten bei ihrem Einbauservice aber nur genau das an. Stabiler Einbau, Dämmung, Einstellungen: Fehlanzeige. Auch bei der Komponentenwahl wird man beim Fachhändler eher den Zugang zu Produkten "abseits des Mainstreams" haben, die eventuell viel bessere Leistung fürs Geld bieten. Damit sind nicht zwingend große HiFi-Discounter wie die Schweizer ACR gemeint, je nach Inhaber gibts bei diesen Ketten große Unterschiede in der Fachkompetenz, sind aber in den meisten Fällen empfehlenswerter als die Blödmärkte, und manchmal sogar richtig gut. Aber auch die unabhängigen Händler sind nicht so selten wie viele denken, also nicht so faul sein und mal ein wenig nach Fachhändlern im Umkreis googeln! ;)
Wenn man schon genau weiß was man will und es auch kompetent einbauen kann, kann man auch gut auf Onlineshops zurückgreifen. Doch Vorsicht: Wenn die Preise schon sehr günstig erscheinen, besonders vorsichtig sein, es gibt viele schwarze Schafe auf der Wiese, auf die auch der Verfasser dieses Textes schon reingefallen ist: Geld überwiesen, Ware nie erhalten. Ohne Rechtsschutzversicherung wirds dann schwer. Doch es geht ja auch einfacher: Es gibt genug seriöse Shops mit fairen Preisen, einfach auf Gütesiegel wie "Trusted Shops" achten (und auch überprüfen obs echt ist!), sowie Kundenbewertungen lesen. Auch mal ins Impressum gucken, wenn der Gerichtsstand außerhalb Deutschlands liegt, Finger weg! Eine kleine Auswahl von Shops gibt es schon hier im Forum. Merke: Auch deine Meinung zu einem Onlineshop kann Anderen helfen!


Gebrauchtkauf

... ist immer mit Risiko verbunden. Bei Online-Auktionshäusern oder auch in Foren lassen sich echte Schnäppchen machen, auch der Verfasser dieses Textes kauft gerne so ein. Nur sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass man auch defekte Ware bekommen kann, wo ein Umtausch oder eine Rückerstattung des Kaufpreises sich schwierig gestalten könnte, und ein womöglicher Rechtsstreit die Kosten des gekauften Produktes bei Weitem übersteigen würde. Missverständnisse, versteckte Fehler, Transportschäden, gewollter oder ungewollter Betrug, alles ist hier nochmal deutlich wahrscheinlicher als beim Online-Neukauf. Auch hier wieder auf Bewertungen des Verkäufers achten, auf Detailfotos bestehen und um eine gute Verpackung bitten. Gleichzeitig selbst aber auch rechtzeitig zahlen und Bewerten! Der Verfasser hat sowohl als Verkäufer als auch Käufer bei eBay und in diversen Foren viele gute und auch einige schlechte Erfahrungen auf beiden Seiten gesammelt. Eine gute Kommunikation ist da schonmal ein Anfang, leider nehmen sich anscheinend immer weniger Leute die Zeit, um anständig zu schreiben oder zu lesen.


Speziell zum Kauf von Lautsprechern

Wie wir nun wissen, sind Wattangaben hierbei erstmal zweitrangig. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man die Produkte in der näheren Umgebung bei einem Fachhändler anhören, egal ob Subwoofer oder Frontsystem. Es gibt extrem viele gute Lautsprecher auf dem Markt, sodass Empfehlungen gar nicht so einfach sind. Auch gehen die Meinungen, was ein Lautsprecher "können" sollte, selbst bei Experten weit auseinander. Die Einen legen mehr Wert auf einen hoch auflösenden Mitteltonbereich, die Anderen wollen ein spaßbetontes System mit knackigem Hochton und Kickbass, und man könnte noch weitere Beispiele nennen. Also, selbst ist der Mann (oder auch die Frau), ab zum Händler und selber hören, was man lieber mag! Dass es im Auto nicht genauso klingen wird, ist wieder ein anderes Thema. Aber man kann trotzdem auch in der Schallwand eines Geschäftsraumes schonmal eine bevorzugte Klangcharakteristik finden.
Auch beim Gebrauchtkauf unbedingt probehören und auf Kratzen oder unsauberen Klang achten. Falls das nicht möglich ist, bei Mitteltönern bis Subwoofern vorsichtig und gleichmäßig die Membran nach hinten drücken. Wenn es kratzt, Finger weg!


Speziell zum Kauf von Endstufen

Auch hier gilt, wenns geht, Probehören! Auch wenn die Verstärker nur einen vergleichsweise kleinen Teil des Klangs im Auto ausmachen, gibts es kleine Unterschiede. Wie schon erwähnt, sollten beim Neukauf für eine kleine Einsteiger-Endstufe mindestens 100 Euro für eine 2-Kanäler, bzw. 150 Euro für eine 4-Kanäler eingeplant werden. Je nach Leistung und Qualität sind auch deutlich mehr fällig. Garantiert nicht wichtig für Leistung und Klang sind Chrom, bunte Beleuchtung und aufgedruckte Wattangaben, im Gegenteil: Gerade da sollte man skeptisch werden! Einige hochwertige Hersteller bieten zwar mittlerweile auch Einsteigerware im Kirmeskostüm an, weil eine gewisse Käuferschicht wohl dadurch zu beeindrucken ist, aber leider ist andererseits auch viel Ramsch darunter. Eine bunte Beleuchtung kann man sich nach Wunsch auch selber bauen, die Endstufe sollte lieber gut klingen. Auch die Größe ist nicht mehr entscheidend! Dank neuer Schaltungsprinzipien können auch einige recht kleine Endstufen ungeahnte Kräfte entfalten. Andererseits haben viele Ramschprodukte in der Vergangenheit manchmal extra große Gehäuse genommen, um Leistung vorzutäuschen:



Also lieber ein kleines Markenprodukt kaufen als so einen Blender. Das aber nur mal zur Anschauung, wie gesagt heißt die Größe heutzutage nichts mehr. Nur wer es schon nötig hat, zu 2/3 Luft im Gehäuse zu verkaufen, ist meistens nicht sehr seriös.
Beim Gebrauchtkauf kann selbst ein fachmännischer Blick auf die Platine nicht immer einen Defekt erkennen. Also immer testen!


Impedanz und Watt

Dass mit den Wattzahlen oft Schindluder getrieben wird, wissen wir ja schon. Hier soll es aber darum gehen, was bei einer richtigen Verkabelung zu beachten ist, und wie die verschiedenen Daten zusammenhängen.

In diesem Kontext wird auf eine umfangreiche Erklärung der Impendanz verzichtet, weil das für Anfänger sehr schwer zu verstehen wäre. Ganz verstehen kann man es aber nur, wenn man ein paar Physik-Grundlagen paukt! Gerade für die Verstärkerwahl ist dieser Abschnitt besonders wichtig.
Man kann sich die Impedanz eines Lautsprechers stark vereinfacht als variablen Widerstand vorstellen, die je nach Frequenz und Gehäuse schwankt. Für die Auswahl der passenden Endstufe ist nur die angegebene Nenn-Impedanz wichtig, welche ein fester Wert ist. Bei den meisten Lautsprechern fürs Auto beträgt dieser Wert 4 Ohm. Hat man nun mehrere Lautsprecher, oder auch einen Lautsprecher mit mehreren Schwingspulen, und will diese an eine Endstufe anschließen, muss man verschiedene Dinge beachten:

Wenn man mehrere Lautsprecher oder Schwingspulen an einem Endstufenkanal betreiben will, ändert sich die Impedanz. Bei einer Parallelschaltung (Beide Plus und Plus zusammen an den Verstärker, sowie beide Minus und Minus zusammen an den Verstärker) halbiert sich die Impendanz, bei einer Reihenschaltung (Verstärkerplus auf Plus auf Minus auf Plus auf Minus auf Verstärkerminus) verdoppelt sich die Impedanz.

An Endstufen ist die Mindestimpedanz zu beachten! Fast alle Endstufen sind 2-Ohm-stabil, einige auch 1-Ohm-stabil. Beim Brücken von Kanälen halbiert sich die Stabilität: Eine 2-Ohm-stabile Endstufe ist gebrückt nur noch 4-Ohm-stabil.
Das ist ganz logisch, wenn man sich die Leistungsdaten anschaut: Eine gebrückte Endstufe an einem 4-Ohm-Woofer läuft intern auf 2x 2 Ohm. Die Wattangaben an 4 Ohm gebrückt sind fast immer nahezu identisch zu denen an 2x 2 Ohm.
Je niedriger die Impedanz an einer Endstufe ist, desto mehr Leistung gibt sie ab. Allerdings verringern sich dadurch auch der Wirkungsgrad und die Kontrolle.


Verkabelung und Strom

Was "brauche" ich für Kabel?

Zum Anschluss einer 4-Kanal-Endstufe, wie oben im Beispiel, braucht man:
- Ein Stromkabel (mit Sicherungshalter) von der Batterie zur Endstufe
- Ein Massekabel von einem Massepunkt im Kofferraum zur Endstufe
- Ein Remotekabel vom Autoradio zur Endstufe
- Ein 4-Kanal-Cinchkabel vom Autoradio zur Endstufe
- Lautsprecherkabel für alle angeschlossenen Lautsprecher
Nicht immer, aber manchmal nötig:
- Ein weiteres Massekabel von der Batterie zu einem Massepunkt im Motorraum
Nicht unbedingt nötig, aber hilfreich:
- Ein Powercap
- Eine Zusatzbatterie


Wofür braucht man die Kabel, wie verlegt man sie, und wie dick und lang sollen sie sein?

Die Strom- und Massekabel versorgen die Endstufe mit dem benötigten Strom. Dazu wird das Pluskabel direkt an den Pluspol der Autobatterie angeschlossen, muss also einmal quer durchs Auto und muss deshalb sehr lang sein. In fertigen Kabelsets ist oft nur ein 5 Meter langes Pluskabel vorhanden, was aber nur bis zu einer Fahrzeuggröße der Kompakt- oder Golfklasse ausreichend ist. Grob geschätzt muss das Pluskabel etwa einen Meter länger sein als das Fahrzeug selbst, aber je nach Sitz der Batterie im Motorraum, und Sitz der Endstufe im Kofferraum, kann dieser Wert stark variieren. Lieber etwas länger kaufen, kürzen kann man es immernoch. Das Pluskabel muss etwa 30cm nach der Batterie abgesichert werden, dazu schneidet man ein 35cm langes Stück ab, und setzt einen Sicherungshalter ein. Mittlerweile hat sich der robuste ANL-Standard für Sicherungen durchgesetzt, teilweise gibts aber auch noch veraltete Glasrohrsicherungen (AGU), die nicht zum empfehlen sind. Die Sicherungwert richtet sich nach dem Kabel, nur indirekt nach den verbauten Endstufen! Nachdem alles wasserdicht verschraubt und massiv befestigt ist, gehts durch irgendeine Gummitülle durch die Spritzwand in den Innenraum. In fast jedem Wagen gibts irgendwo auf der Fahrerseite einen leeren Gummistopfen, den man dann einstechen und das Kabel durchführen kann. Damits richtig "flutscht", kann man sanftes Spülmittel zu Hilfe nehmen. Den Stopfen nur so weit einstechen wie nötig, der Innenraum soll ja nicht feucht werden bei der nächsten Regenfahrt! Dann verlegt man das Pluskabel am linken Schweller entlang in den Kofferraum.

Das Massekabel hat dagegen einen sehr kurzen Weg und ist deshalb auch sehr einfach zu verlegen. Man muss sich nur einen geeigneten Massepunkt im Kofferraum suchen. Wenn man dort mal unter die Verkleidungen schaut, sieht man meist einige solcher Punkte, an denen manchmal schon andere Verbraucher angeschlossen sind. Für die Anlage aber lieber einen noch nicht benutzten Punkt suchen! Hierbei ist wichtig, dass der Punkt aus massivem Blech besteht und so einen guten Kontakt zur Fahrzeugkarosserie hat. Wenn dort Lack vorhanden ist, sollte man ihn abschliefen, um einen guten Stromfluss zu gewährleisten. Bei Fahrzeugen ohne abgetrennten Kofferraum bieten sich auch die Verschraubungen der Anschnallgurtschlösser unter der Rückbank an. Keine Sorge, da passiert nichts! Nur sollten die Gurtschlösser natürlich wieder bombenfest verschraubt werden. Der Strom "wandert" dann durch die Karosserie bis zu einem Massekabel im Motorraum, welches zum Minuspol das Batterie führt. Ist dieses Massekabel im Motorraum, was ab Werk verbaut ist, zu dünn, können Strörungen auftreten. Gerade bei stärkeren Anlagen lohnt sich daher dort ein zweites Massekabel zu verbauen.

Alle Strom- und Massekabel sollten den gleichen Querschnitt aufweisen! Da im Auto im Gegensatz zur Hauselektronik Gleich- und vor allem Niederspannung herrscht, müssen die Kabel dort recht dick ausfallen, um effizient zu sein, und vor Allem um nicht durchzuschmoren. Dabei gilt: Dicker ist immer besser, leider eben aber auch recht teuer. Für Einsteigeranlagen sollte man sie also nur so dick wie nötig kaufen, jedoch keinesfalls dünner. Einen groben Anhaltspunkt geben die Sicherungen der Endstufe: Sind dort z.B. 2x30A-Sicherungen verbaut, sollte man ein Kabel nehmen, dass für 60 Ampère ausgelegt ist. In der folgenden Tabelle wurde Wert auf größtmögliche Sicherheit gelegt. Jeweils eine Kabelgröße kleiner als angegeben sollte in den meisten Fällen zur Not aber auch ausreichen, dann aber mit der größeren, passenden Sicherung.

Grobe Aufteilung: (Watt RMS ausgehend von 50% Wirkungsgrad der Endstufe(n))
- bis 20A: 6mm² (bis etwa 140 WRMS Ausgangsleistung)
- bis 30A: 8mm² (bis etwa 210 WRMS Ausgangsleistung)
- bis 40A: 10mm² (bis etwa 280 WRMS Ausgangsleistung)
- bis 60A: 16mm² (bis etwa 430 WRMS Ausgangsleistung)
- bis 80A: 20mm² (bis etwa 570 WRMS Ausgangsleistung)
- bis 100A: 25mm² (bis etwa 720 WRMS Ausgangsleistung)
- bis 120A: 35mm² (bis etwa 860 WRMS Ausgangsleistung)
- bis 150A: 50mm² (bis etwa 1.080 WRMS Ausgangsleistung)
- bis 200A: 70mm² (bis etwa 1.440 WRMS Ausgangsleistung)
- darüber hinaus: Mehrere Kabel nehmen!

Die Wattangaben können je nach Wirkungsgrad der Endstufe(n) stark variieren. Eine "digitale" Klasse-D-Endstufe, die vor allem für Subwoofer eingesetzt wird, kann z.B. auch einen höheren Wirkungsgrad aufweisen. Ebenso sind alle Endstufen bei höheren Impendanzen meist wirkungsgradstärker und entwickeln weniger Hitze, da sie dort auch weniger Leistung abgeben. Ergeben die Sicherungswerte zusammen z.B. 110A und man nimmt 25mm²-Kabel und sichert es vorn mit 100A ab, ist das insofern in der Regel auch nicht weiter tragisch. Die Sicherungswerte der Endstufen sind immer auf den Höchstverbrauch bei niedrigst möglicher Impedanz ausgelegt, was in Kombination eigentlich nie erreicht wird. Mehr dazu im Absatz "Impedanz und Watt".

Das Cinchkabel oder auch RCA-Kabel, überträgt die Tonsignale vom Autoradio zur Endstufe. In Deutschland hat sich fälschlicherweise die Bezeichnung Chinch ("Tschinsch") durchgesetzt, Cinch ("Sinsch") ist aber richtig. Falls man sich mal im englischen Sprachraum aufhält, sollte man es als RCA-Cable bezeichnen. Wichtig beim Cinchkabel ist vor allem eine gute Schirmung. Gerade moderne Autos sind voller Elektronik, die die recht schwachen Soundsignale stören könnten, was dann zu nervigen Nebengeräuschen führen kann. Also nicht das billigste Cinchkabel für den Hausgebrauch nehmen, sondern darauf achten, dass eine Abschirmung vorhanden ist. Je nach Ambitionen kann man ein Vermögen für Cinchkabel ausgeben und einige Leute behaupten, die Unterschiede zwischen günstigen und teuren Kabeln hören zu können. Fakt ist: Den meisten reicht das gute Günstige für 10-15 Euro, ich persönlich würde mich im Preisrahmen zwischen 15 und 45 Euro für ein 5 Meter langes Kabel bewegen. Das Cinchkabel sollte etwa einen halben Meter länger sein als das Fahrzeug, aber wie schon beim Stromkabel gibts auch hier Schwankungen in der Länge. Hier auf jeden Fall lieber etwas länger kaufen, da man sie nicht verlängern kann!

Das Remotekabel dient dazu, ein Steuersignal an die Endstufe zu senden. Solange das Autoradio läuft, sendet es ein Dauersignal an die Endstufe. Wird das Radio ausgeschaltet, erlischt das Signal, und die Endstufe geht auch aus. Das ist wichtig, damit die Endstufe nicht permanent Strom von der Batterie abzieht (ganz unterbinden kann man esallerdings nicht). Das Remotekabel ist in vielen Cinchkabeln der unteren Preisklasse bereits integriert, dort aber meist so dünn, dass es kaum stabil verbunden werden kann. Ein zusätzliches, einfaches 0,75mm²-Kabel neben dem Cinchkabel verlegt ist deutlich besser und kaum teurer.




Die Lichtmaschine und Starterbatterie - beide leider völlig unterbewertet

Viele Einsteiger fragen gleich nach Powercaps und Zusatzbatterien, ohne überhaupt die Grundversorgung geklärt zu haben. Die Basis für eine gute Stromversorgung bilden eine ausreichend dimensionierte Lichtmaschine und eine hochstromfähige Starterbatterie.

Die Lichtmaschine ist das Stromkraftwerk im Auto, was die Batterie(n) lädt und das Bordnetz mit Strom versorgt, solange der Motor läuft. Ohne sie würde eine normale Starterbatterie spätestens nach einem Tag komplett leer sein. Trotzdem wird seltsamerweise kaum an sie gedacht, wenns um Car-HiFi geht, dabei ist sie dafür eine der wichtigsten Komponenten! Wird vom Stromnetz bzw. von der HiFi-Anlage permanent mehr Strom verbraucht als die Lichtmaschine liefern kann, ist schnell die Batterie leer. Deshalb sollte man immer die Leistung der verbauten Lichtmaschine checken, indem man auf dem Typenschild nachschaut, wieviel Ampère sie liefern kann. 75A-90A ist bei kleineren Anlagen noch kein Problem, wenn die Anlage den Kilowattbereich überschreitet, sollte eine stärkere Lichtmaschine her. Soll die Lichtmaschine getauscht werden, sucht man am Besten nach Generatoren aus dem gleichen Fahrzeugmodell, aber mit größerem Motor, die dadurch dann meist ohne große Probleme einzubauen sind. Fahrer von Dieselfahrzeugen haben Glück, meistens sind die Lichmaschinen hier schon ab Werk sehr großzügig ausgelegt, selbst wenn der Motor nicht der Stärkste ist.

Als Starterbatterie nimmt man am Besten eine AGM-Batterie (engl. Absorbent Glass Mat, Glasfaservliesmatten), da diese Bauform viele Vorteile bietet: Sie sind hochstromfähig und können daher schneller und mehr Strom abgeben, dazu sind sie haltbarer, auslaufsicher und überstehen selbst Tiefentladungen. Als Puffer zwischen Lichtmaschine und Stereoanlage zählt vor allem die Hochstromfähigkeit, aber auch die anderen Eigenschaften können sehr nützlich sein. Sie sind etwa 1,5 bis 2 mal so teuer wie normale Säurebatterien, halten aber auch länger. Da sie nicht auslaufen oder Gase entwickeln können, sind sie auch für den Betrieb als Zusatzbatterie im Fahrgastraum zugelassen.


"Brauche" ich ein Powercap?

Ein Powercap(acitor) (engl. für "Leistungskondensator") ist ein oft eingebautes, passives Bauteil in einer Car-HiFi-Anlage, welches Energie kurzzeitig speichert und enorm schnell wieder abgeben kann. Man hört immer wieder Gerüchte, ab welchen Wattzahlen sich ein Powercap lohnt. Fakt ist, "nötig" ist er nie, aber er lohnt sich immer! Er bereinigt die Bordelektronik, und schützt so die Endstufen nicht nur von den immer wieder genannten Spannungseinbrüchen, sondern auch vor fiesen Stromspitzen. "Sauberer" Strom ist im Auto nämlich Mangelware: Die Lichtmaschine, die während der Fahrt die Anlage versorgt und die Batterien auflädt, kann bauartbedingt keinen komplett konstanten Stromfluss liefern, was die Batterien, aber besonders ein Kondensator recht gut ausgleichen kann. Dabei gilt: Je mehr, desto besser. Um aber einen ungefähren Richtwert zu haben: Pro angefangene 500W RMS sollte 1 Farad Kondensatorkapazität verbaut werden, mehr schadet aber auch nicht, im Gegenteil! Mehrere 1F-Kondensatoren parallel geschaltet sind dabei besser ein ein großer, einzelner Kondensator. Wer ein wenig Elektrokenntnisse besitzt, für den sind folgende Messungen dazu sehr interessant: http://www.millenchi.de/node/29
Angeschlossen wird ein (oder auch mehrere!) Powercaps parallel zur Batterie. Beim ersten Anschluss unbedingt darauf achten, dass der Stromkreis noch nicht geschlossen ist! Am Einfachsten bekommt man das hin, in dem man die Hauptsicherungaus dem Sicherungshalter entfernt, der gleich hinter der Batterie im Pluskabel sitzt. Somit führt das Kabel hinten erstmal keinen Strom, und der Cap kann angeschlossen werden. Dabei kann man ihn auch gut als Verteiler nutzen: Einfach alle Endstufen mit Ringschuhen am Cap mit dem Pluskabel, oder aber mit dem Massekabel des Caps verbinden. Somit wird kein Plusverteiler, sowie nur ein Karrosserie-Massekabel hinten benötigt. Nachdem alles ordnungsgemäß verkabelt und überprüft wurde, setzt man vorne die kleine 12V-Lampe, die mit fast jedem Cap mitgeliefert wird, anstatt der Sicherung in den Sicherungshalter ein. Vorsicht, sie glüht dann und wird natürlich dabei heiß! Wenn sie erlischt, ist der Cap geladen. Danach die Sicherung wieder einsetzen, fertig! Wird der Cap das erste Mal ohne Vorwiderstand geladen, kann das sehr gefährlich werden! Also, beim ersten Laden immer das kleine Lämpchen oder einen anderen Widerstand verwenden!




"Brauche" ich eine Zusatzbatterie?

Hier verhält es sich ähnlich wie bei den Powercaps: "Nötig" nein, "nützlich" ja. Dabei steht aber ein anderer Aspekt im Vordergrund: Durch eine "lange Leitung" von der Starterbatterie zu den Endstufen sinkt die Betriebsspannung minimal ab. Endstufen mit geregelten Netzteilen ist das egal, aber für die meisten bezahlbaren Endstufen gilt: Weniger Volt bei gleichen Ampere bedeutet weniger Watt, die Ausgangsleistung der Endstufen verschlechtert sich. Wobei hier auf das "minimal" hinzuweisen ist. Zunächst sollten genug Kondensatoren an Bord sein, dann kann man über eine Zusatzbatterie nachdenken. Sinnvoll ist dann auch ein Trennralais, welches die Starterbatterie im Stand von der Zusatzbatterie trennt. Nicht dass nach der Pegelorgie auf dem Parkplatz der Wagen nicht mehr anspringt, das wäre unschön.
Ein guter Link zum Anschluss einer Zusatzbatterie: http://www.carhifinews.de/help_batterie.php
Auch hier sind wieder folgende Messungen interessant: http://www.millenchi.de/node/29
Angeschlossen wird die Zusatzbatterie parallel zur Starterbatterie. Beim ersten Anschluss darauf achten, dass beide Batterien technisch in Ordnung sind und denselben Ladestatus aufweisen, sonst kanns auch hier wieder gefährlich werden! Weitere Infos und Bilder finden sich im Link.


Subwoofer und Gehäuse: Wie bekomme ich Druck ins Auto?

Auch hier ist wieder ein wenig physikalische Grundkenntnis gefragt: Gerade an Subwoofern lässt sich immer sehr gut demonstrieren, warum Formeln und Rechnen so wichtig ist. Die erfolgreichsten Leute in beiden Welten, also dB-Drag oder Sound-Quality, haben gut berechnete Gehäuse, die dann durch praktische Experimente optimiert wurden. Man muss einige Grundlagen verstehen, um das gewünschte Ergebnis erreichen zu können, und selbst danach noch weiter ausprobieren und anpassen. Der Subwoofer, das Gehäuse, und das Auto müssen ein eingespieltes Team sein! Doch der Reihe nach...


Das richtige Gehäuse

Es gibt sehr viele Gehäuseformen für Lautsprecher. Für Subwoofer im Car-HiFi-Bereich sind aber nur drei Formen relevant: Ein geschlossenes Gehäuse, ein Bassreflexgehäuse, oder ein Bandpassgehäuse. Um überhaupt ein Gehäuse berechnen zu können, braucht man in jedem Fall die TSP (Thiele-Small-Parameter) eines Subwoofers, die eigentlich immer beiliegen sollten. Es gibt diverse freie Berechnungsprogramme, die man zur Vereinfachung heranziehen kann. Aber auch die laufen nicht ganz "plug and play", ein paar Grundlagen muss man wissen! Fangen wir mit den Gehäuseformen an:

Erst schaut man sich die Gesamtgüte (QTS) in den TSP an. Grob gelten folgende Regeln zur QTS:
QTS-Eignung:
- 0,3...0,4 Bassreflex oder Bandpass
- 0,4...0,6 geschlossenes System
Darunter oder dadrüber ist schlecht geeignet fürs Auto. Zwar gab es vor allem früher sehr viele Free-Air-Einbauten ohne Gehäuse, aber heutzutage sind fast alle Subwoofer auf recht kleine Gehäuse optimiert.

Das geschlossene Gehäuse ist am Einfachsten zu planen und zu bauen. Man sollte lediglich darauf achten, dass die Güte des Gehäuses (QTC, nicht QTS!), die durch die TSP ermittelt wurde, bei ziemlich genau 0,7 oder kurz darüber liegt. Somit wird eine ausgewogene Abstimmung erreicht. Man muss eigentlich nur auf das Volumen und die Luftdichtigkeit des Gehäuses achten. Ein geschlossens Gehäuse hat einen mittleren Wirkungsgrad und fällt sehr gutmütig nach unten ab. Durch den Druckkammereffekt im Auto lässt sich eine recht ausgewogene Basswiedergabe realisieren, somit ist dieses Prinzip für Freunde der linearen Musikwiedergabe und knackiger Bässe geeignet. Vergleichbar ist es in etwa mit einem Saugmotor: Unspektakulär, aber stetig nimmt die Leistung im Laufe der Frequenzkurve zu, bis sie begrenzt wird.

Das Bassreflexgehäuse ist schon ein wenig schwieriger, weil neben der Gehäusegröße auch noch ein Reflexport in Länge und Dicke in der richtigen Relation angepasst werden muss. Luftdicht sollte es auch sein, bis auf den Port. Ein Bassreflexgehäuse hat einen hohen Wirkungsgrad und kommt somit mit weniger Verstärkerleistung aus, allerdings nur in einem gewissen Frequenzband. Unter dieser Abstimm- oder Tuningfreuenz fällt ein Bassreflexgehäuse viel steiler ab als ein geschlossenes Gehäuse. Somit sollte diese Frequenz recht tief gewählt werden, was größere Gehäusevolumen zur Folge hat. Vergleichbar ist es mit einem Turbomotor: Gegenüber zum Sauger hat er in einem gewissen Bereich eine enorm größere Leistungsausbeute, aber darunter gibts ein Turboloch. Der Aha-Effekt ist größer in einem gewissen Bereich, es ist sehr spaßbetont, aber in den meisten Fällen nicht sehr linear.

Das Bandpassgehäuse ist eine Mischung aus beiden zuvor genannten Prinzipien. Es besitzt sowohl eine geschlossene, wie auch eine ventilierte Kammer. Wie der Name schon einigen elektrotechnisch bewanderten Leuten sagen wird, ist diese Gehäuseform selbst begrenzend: Während die anderen Gehäuse "nach oben hin" von Tiefpassfiltern begrenzt werden müssen, spielt das Bandpassgehäuse von selber nur in einem gewissen Frequenzbereich. Viele fertig zu bekommende Systeme sind leider recht spitz auf eine Abstimmfrequenz ausgerichtet, und wirken im übrigen Frequenzbereich recht träge und (nach unten und oben) auch zunehmend leise. Fertigbandpässe müssen daher eingemessen, und dann mit einem guten Equalizer korrigiert werden. Es geht aber auch anders! Mit der richtigen, aufs Fahrzeug abgestimmten Berechnung hat dieses Prinzip einiges Potential! Sicher, auch da bietet sich das Einmessen und Einstellen an, aber ist nicht mehr ganz so "nötig". Besonders bei Limosinen bietet sich dieses Prinzip schon bauartbedingt an: Man braucht nur eine Portöffnung, und die kann man durch die Hutablage oder oder eine Skisacköffnung legen, anders bekommt man "den Bass" hier kaum gut in den Innenraum.
Eine sehr spezielle Form des Bandpasses wird hier vorgestellt. Diese besondere Bauart verlangt jedoch Fachwissen und Messequipment. Dafür bekommt man einen Bandpass, der nicht nur druckvoll, sondern auch schnell und knackig ist.


Druckkammereffekt

Im Auto hat man einen geschlossenen Raum, der (zum Glück) dazu führt, dass ab einer gewissen Frequenz abwärts die Lautstärke um etwa 12dB/Okt. ansteigt. Wenn man also in einem Berechnungsprogramm einen Abfall ab einer gewissen Frequenz berechnet hat, muss das in der Realität noch lange nicht so sein! Ein Subwoofer in einem gewissen Gehäuse in einem gewissen Auto verhält sich eben anders als ein Subwoofer, der wie am Anfang erwähnt, auf der grünen Wiese am Angelhaken hängt. (Eine Ausnahme bilden Cabrios, die eben nach oben offen sind. Hier zählt nur das Gehäuse, zumindest bei offenem Dach!) Der Druckkammereffekt lässt sich nicht berechnen, nur messen oder schätzen. Grob kann man von einem Wert ab etwa der halben Resonanzfrequenz des Autos ausgehen.


Resonanzfrequenz

Die Frequenz, bei der das Auto mitsamt Blech und Plastik anfängt, mitzuschwingen. Im dB-Drag (SPL), wo es nur um Lautstärke geht, wird versucht, mit der Abstimmung der Bassreflexgehäuses genau diesen Ton zu treffen. Somit dröhnt das Auto in dieser Frequenz besonders laut. Bei Sound-Quality-Einbauten (SQ) wird dieser Punkt bewusst nicht getroffen, weil man dort möglichst in jeder Frequenzlage gleich laut sein will. Manche versuchen auch beide "Welten" miteinander zu kombinieren (SQPL), was nicht ganz einfach ist.


Berechnungsprogramme

Es gibt im Netz eine Handvoll Berechnungsprogramme für Wooferboxen, die frei downloadbar sind. Eins der beliebtesten Programme ist Win ISD Pro Alpha, was man hier runterladen kann. Wer nun aber glaubt, dass man mit ein paar Daten eingeben das ideale Gehäuse findet, der täuscht sich! Zum einen können Berechnungsprogramme Fehler machen, Boxen falsch gebaut oder es können Daten falsch (z.B. mit einer anderen Einheit) eingegeben werden. Zum anderen lassen sich Auslöschungen, Spitzen oder der Druckkammereffekt nur schätzen, nicht genau berechnen. Nichts desto trotz ist Win ISD Pro ein nettes Helferlein, WENN man dann die notwendigen TSP sowie auch die richtigen Filter simuliert! Ohne Anleitung kommt man da nicht weiter. Aber auch dafür gibt es Hilfe: Ein ausführliches (englisches) Tutorial gibt es hier, oder hier eine Kurzanleitung für die richtige Eingabe der TSP (was aber allein eben noch nicht reicht).


Richtige Ausrichtung, luftdichtes Volumen, sowie Schalldämmung und -dämpfung im Auto

Auch hierzu kursieren sehr viele Gerüchte im Internet. Fakt ist: Ein Lautsprecher kann nur so gut sein, wie sein Gehäuse erlaubt. Zuhause oder bei Subwoofern im Kofferraum ist das noch recht einfach, man berechnet ein Gehäuse aus Holz und baut es stabil und luftdicht. Aber wie sieht es mit den anderen Lautsprechern im Auto aus? Die Tiefmitteltöner des Frontsystems spielen meist in den Hohlraum der Türen, und die Hochtöner sind irgendwo im oberen Bereich hinter die Verkleidungen gestopft, wenn überhaupt. Wenn hier beim Austausch nicht nachgebessert wird, muss man mit unzureichenden Höhen, Mitten und Kickbässen rechnen!

Dabei brauchen die Tiefmitteltöner in der Tür (kurz TMT) die meiste Zuwendung: In der Tür muss für sie ein geschlossenes Volumen geschaffen werden, in dem sie spielen können. Einige Autos bieten hier ein komplett verschlossenes Innenblech, bei anderen muss nachgeholfen werden. Wichtig ist, dass ein luftdichtes Volumen zwischen Innen- und Außenblech entsteht. Ganz schafft man das nie, weil auch Regenwasser ablaufen muss, aber ansatzweise ist es möglich. Durch die ganzflächige Abdichtung nach Innen wird die manchmal noch vorhandene Regenfolie überflüssig. Das ist aber nur die halbe Miete! Das vorhandene Blech muss daran gehindert werden, in gewissen Frequenzen mitzuschwingen und so das Impulsverhalten erheblich zu verschlechtern! Das erreicht man, indem man es schwerer macht: Spezielle Bitumenmatten oder Alubutyl hindern Blech- und Plastikteile am Schwingen. Die Ringe, welche die Lautsprecher halten, sollten auch möglichst schwer, und somit stabil sein. Es gibt fertige Plastikringe für viele Modelle, besser sind aber Ringe aus MPX-Holz oder Metall. Gerade Ringe als MPX-Holz sind nicht teuer, und können von einem Jeden mit einer Stichsäge selber angefertigt werden. Wer Kontakte zum Metallbau hat, sollte die nutzen! Fertige Stahl- oder Aluringe sind recht teuer und nicht für alle Modelle passend erhältlich.
Wenn man dann seine Tür ausreichend gegen Schwingungen behandelt hat, fehlt noch die Schalldämmung. Dafür kann man Schaumstoff oder Filz zwischen Türpappe in Innenblech kleben. Da die Tür auf der Seite nun wasserdicht ist, kann man dafür alle möglichen Materialien einsetzen. Es gibts natürlich auch recht teure, selbstklebende Fertiglösungen, aber der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt: Wer z.B. günstig an Filz aus dem Trockenbau kommt, kann auch den nehmen! Hauptsache das Material schluckt Schall.

Die Hochtöner (oder kurz HT) sind da pflegeleichter. Sie sollten nur auf den Fahrer, oder zumindest zwischen beide Front-Kopfstützen ausgerichtet werden. Dazu kann man sie entweder in der A-Säule oder die Spiegeldreiecke integrieren, oder etwas einfacher, aufs Armaturenbrett schrauben. Mit ein wenig Spachtel und Kunstleder lassen sich die HT super integrieren, oder man nimmt angefertigte Kugeln aus Metall oder Holz. Die Hochtöner "gegeneinander" oder gegen die Scheibe spielen zu lassen, wie es oft bei Original-Einbauplätzen der Fall ist, bietet sich nicht an. Schnell kann es so zu Reflexionen kommen, die ungewollte "Peaks", also Überhöhungen, zur Folge haben: Ein Frequenzbereich ist auf einmal sehr schrill und "klingelt" richtig in den Ohren, was sehr störend sein kann. Bei einer direkten Ausrichtung kommt der Schall ohne Umwege am Ohr an, somit ist die Gefahr einer ungewollen und unnatürlichen Verstärkung einiger Frequenzbereiche viel niedriger. Viele trauen sich hier nicht ran, aber spachteln und schleifen ist nicht schwer, und es lohnt sich definitiv. Hier gibts eine gute Anleitung zum Bearbeiten der A-Säulen, die gleiche Technik lässt sich aber auch bei Spiegeldreiecken verwenden. Wichtig dabei ist, vorher die Ausrichtung der Hochtöner genau zu bestimmen, nachher kann man sie nicht mehr verändern! Noch einfacher ist die Variante mit Kugeln zu realisieren, wo in manchen Fällen auch die Ausrichtung verändert werden kann.


Richtige Frequenztrennung in all seinen Schwierigkeiten

Wie wir schon aus den oberen Abschnitten wissen, gibt es verschiedene Arten von Lautsprechern, die auch nur in dem Frequenzbereich spielen sollten, für den sie gedacht und gebaut wurden. Das macht Frequenztrennungen nötig, die entweder über passive Weichen, die Headunit, die Endstufe, oder durch eine Kombination aus mehreren Geräten erfolgt. Bei professionelleren Einbauten kann es auch ein Signalprozessor sein, der diese Aufgabe übernimmt. Dabei gibt es im Auto wieder einmal kein Patentrezept, da jeder Innenraum akustisch anders reagiert, wie auch schon im Zusammenhang mit dem Equalizing erklärt wurde. Neben dem "Glattbügeln" von Auslöschungen und Spitzen durch den EQ, ist auch die Veränderung der Trennfrequenzen ein beliebtes Mittel, um das System optimal an die individuellen akustischen Widrigkeiten des Autos anzupassen. Doch der Reihe nach... In erster Linie ist die Frequenztrennung wichtig, um die Lautsprecher nicht kaputt zu machen.


Passive Frequenztrennung

Nahezu jedem Komponentensystem aus Hoch- und Tiefmitteltönern (oder auch mehr Lautsprechern) wird eine passende, passive Frequenzweiche mitgeliefert. Für Einstiegsanlagen ist das der einfachste Weg, die Komponenten fachgerecht miteinander zu verkabeln. Hierzu werden nur zwei Verstärkerkanäle benötigt, und es kann kaum etwas falsch gemacht werden. Der Nachteil dabei ist, dass man (außer einer Hochtöner-Pegelanpassung bei vielen Systemen) nicht viel verändern und an die Akustik im vorliegenden Auto anpassen kann, die Trennfrequenzen sind nicht veränderbar, ebenso wie die Flankensteilheit. Trotzdem, ohne High-End-Ambitionen ist dies eine sehr beliebte, einfache, und günstige Möglichkeit. (Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch Freaks gibt, die sich eigene passive Weichen berechnen und bauen, die dann auch aufs Fahrzeug abgestimmt sind.) Bedenke: Auch bei einem passiven Frontsystem muss die Trennung zwischen Tiefmitteltönern und Subwoofer meist aktiv erfolgen! Mehr dazu im späteren Abschnitt "Wie stelle ich meine Endstufe richtig ein?".


Aktive Frequenztrennung

Hier sollte man sich nur rantrauen, wenn man schon ein wenig Erfahrung, sowie Messequipment oder ein analytisches Gehör zur Verfügung hat. Hierbei werden die passiven Weichen weggelassen, und die Trennfrequenzen zwischen Hochtönern und Tiefmitteltönern mit der Headunit oder der Endstufe geregelt. Der Vorteil dabei ist, dass die Trennfrequenzen und die Flankensteilheit variabel sind. Das Fahrzeug wird eingemessen, und dann hat man die Möglichkeit, den Klang neben den Einstellungen per EQ auch mit anderen Trennfrequenzen oder Flankensteilheiten zum Positiven zu beeinflussen. Dabei gilt es aufzupassen, dass man die Hochtöner nicht zu tief (oder womöglich am Anfang gar nicht) trennt, dabei können sie schnell irreparabel beschädigt werden! Auch ist diese Variante mit leicht höheren Kosten verbunden, da neben dem schon erwähnten Messequipment hier vier statt nur zwei Endstufenkanäle benötigt werden.


Flankensteilheit

Mit dieser Einheit wird angegeben, wie "steil" die entsprechende Frequenztrennung verläuft. Wenn man ab einer gewissen Frequenz einen Hoch- oder Tiefpass setzt, heißt das nicht, dass ab diesem Punkt alles "abgeschnitten" wird: Ab diesem Punkt wirds nur kontinuierlich leiser. 6dB/Okt. ist z.B. eine sehr "flache" Trennung, hier werden die Töne ab der Trennfrequenz nur um 6 Dezibel pro Oktave leiser. 24dB/Okt. ist eine recht "steile" Trennung. Meist wird 12dB/Okt. verwendet. Je nach Lautsprechern, Auto-Innenraum und Übergangsfrequenz können die unterschiedlichsten Flankensteilheiten zum gewünschten Ergebnis führen.


Kofferraumausbau

Man sieht ja öfter sehr aufwändige Show-Einbauten: Fließende Landschaften mit vielen Endstufen und Woofern in glitzerndem Lack. Darum soll es hier nicht gehen, aus zwei Gründen: Erstens ist das Arbeiten mit Glasfaserkunstoff (GfK) mit Fachwissen und Erfahrung verbunden. Ohne diesen Stoff sind solch fließende Einbauten kaum möglich. Zweitens sind solche Einbauen selten auf Klang getrimmt, dabei gehts eher um den Show-Effekt auf Messen und anderen Veranstaltungen. Aber wie baut man ohne viel Wissen seine Anlage stabil und richtig ein?


Doppelter Boden

Die klassische Variante ist ein doppelter Boden. Je nach Budget kann man dafür Spanplatte, mitteldichte Faserplatte oder Multiplex verwenden. Unter diesem Boden kann man im Kofferraum die Verkabelung und alle Endstufen verbergen. Den Endstufen, die viel Abwärme produzieren, sollte ein wenig "Platz zum Atmen" bleiben, also nicht zu knapp bemessen! Man kann zur Belüftung der Stufen auch Lüfter aus dem PC-Bereich einbauen, die auf 12V laufen, und deshalb super passen. Größere Modelle sind dabei oft leiser. Der Ladeboden ist dabei voll nutzbar und kann mit passendem Filz bezogen werden, um die Originaloptik wiederherzustellen.


Reserveradmulde

Ob man ein Reserverad opfern will, muss jeder selbst entscheiden. Rechtlich gesehen muss man in Deutschland nur ein Tire-Fit-System mitführen, und hat somit die Mulde frei für einen Subwoofer oder die Endstufen. Mehrere Firmen bieten schon spezielle, runde Gehäuse in verschiedenen Größen für die Reserveradmulde an. Wenn man dort einen Woofer verbaut, sollte man im doppelten Ladeboden darüber ein Lochblech installieren oder Löcher reinsägen, damit der Schall in den Innenraum gelangen kann.


Wie stelle ich meine Endstufe richtig ein?

Auch eigentlich eine Frage, die mit der Gebrauchseinweisung beantwortet werden könnte. Doch je nach Gebrauch der Endstufe sollen unterschiedliche Einstellungen vorgenommen werden:


Soll mit der 4-Kanal-Endstufe, so wie empfohlen, ein Zwei-Wege-System plus Subwoofer betrieben werden?

Dann sollte man das Zwei-Wege-Frontsystem, was an den Kanälen 1 und 2 betrieben und untereinander ja von passiven Weichen getrennt wird, per Endstufe nach unten bei etwa 80Hz trennen. Somit bleiben die Subwooferfrequenzen allein dem Subwoofer überlassen, und das Zwei-Wege-System wird nicht überlastet und spielt nur die Frequenzen bis 80 Hz in voller Lautstärke. Dafür stellt man den Regler für Kanäle 1+2 auf HPF (High Pass Filter) und den Drehregler auf etwa 80Hz, wobei man hier etwas spielen kann. Der Subwoofer soll nun alle Frequenzen unter dem Frontsystem übernehmen. Dazu stellt man den Regler für die hinteren Kanäle 3+4 auf LPF (Low Pass Filter) und auch auf etwa 80Hz. Somit spielt der Subwoofer nur die Frequenzen unter 80Hz in voller Lautstärke, wobei auch hier ein wenig an der Frequenz gespielt werden kann. Angeschlossen wird der Woofer gebrückt, dass heißt, dass die beiden hinteren Kanäle zu einem zusammengeschaltet werden. Dazu werden meist die beiden äußeren Kanäle benutzt, einmal Plus, einmal Minus.


Aktuelle Empfehlungen (wird öfter aktualisiert oder ergänzt):

Hier handelt es sich um aktuell sehr gute, günstige Ware. Klar geht es immer besser, jedoch geht es hier ausschließlich um Einsteigerware, die mehr als ihr Geld wert ist. Wer etwas mehr Geld zur Verfügung hat, ist eventuell mit teureren Sachen besser beraten... aber nicht immer!


Headunits

Pioneer DEH-P88 RS-II
Fast eine eierlegende Wollmilchsau, im Moment für rund 300 Euro zu haben. Bietet neben traumhaftem Klang noch ausreichende Filtereinstellungen für eine aktive 3-Wege (oder 2-Wege plus Sub) Anlage, sowie einen umfangreichen Equalizer.

Alpine CDA-117RI
Bietet wie das Pioneer einen traumhaften Klang, ist aber ohne optionalen, aufpreispflichtigen Signalprozessor nicht ganz so vielseitig. Ausreichende Filter für eine einfache Anlage sind aber an Bord. Preis auch um die 300 Euro.


Endstufen

Eton ECC-Serie
Sehr kraftvoll, wohlklingend und günstig, preis/leistungstechnisch sehr weit vorne. Viele Modelle für jeden Einsatzzweck.

Hollywood Excursion HXA-Serie
Sehr klein, wohlklingend und sehr günstig, von ausreichend bis kraftvoll. Viele Modelle für jeden Einsatzzweck.


Frontsysteme

Ampire
Deutsche Aufsteigermarke mit Spaßfaktor.

Audio System
Deutscher Vertrieb mit italienischen Wurzeln, mit MX und Radion sehr einsteigertauglich.

Bull Audio
Sehr günstige Modelle aus dem (deutschen) Hause AIV, die auch die rennomierten "Rainbow"-Lautsprecher herstellen. Preistipp!

Eton
Auch die deutsche Qualitätsmarke hat mit PRO und POW einsteigertaugliche Sachen parat.

Hertz
Die italienische Kultschmiede hat auch einige günstige Modelle wie die DSK- und ESK-Serien im Sortiment.

Sinus Live
Deutscher Vertrieb mit Lautsprechern für den kleinen Geldbeutel. Sehr robust und hart im Nehmen. Preistipp!


Subwoofer

Alpine
Die SWE-Serie aus deutscher Entwicklung ist zu einem unglaublichen Preis erhältlich.

Audio System
Deutscher Vertrieb mit italienischen Wurzeln, mit MX und Radion sehr einsteigertauglich.

Bull Audio
Gerade ist ein Bassreflex-Fertigwoofer dieser Marke sehr günstig bei einem gewissen Autoteilediscounter zu haben

Hertz
Die italienische Kultschmiede hat auch einige günstige Modelle wie die DSK- und ESK-Serien im Sortiment.

Sinus Live
Deutscher Vertrieb mit Lautsprechern für den kleinen Geldbeutel. Sehr robust und hart im Nehmen. Preistipp!


Kabel sowie Montage- und Einbauzubehör

Audison Connection
Das Zubehörprogramm der italienischen Edelmarke ist recht teuer, aber gerade deren "günstige" Cinchkabel um 35-40 Euro sind sehr gut geschirmt und verlegefreundlich, und somit auch hier zu empfehlen.

Sinus Live
Gerade was günstige Kabel, Dämmmatten und Einbaumaterialien angeht, haben die Jungs (und Mädels) aus Kaltenkirchen die Nase weit vorn! In fast jedem deutschen CarHiFi-Einbau stecken zumindest ein paar dieser Teile.

Sound Install Products
Hinter SIP steht der Einbauprofi Dietmar Carle von Fortissimo CarHiFi, der unter diesem Sublabel eigenes Zubehör sowie hochwertige Dämmmaterialien anbietet. Dementsprechend vielleicht nicht allzu günstig, aber sehr gut, und je nach Materialaufwand auch noch gut für Einsteigereinbauten geeignet.
Einsteigerprobleme? Bitte die TIPPS lesen bzw. drauf verweisen!
ERBAUER: Bollerwagen & Bierkisten
UMBAUER: Skoda Fabia & Partyraum
AUFBAUER: Heimkino & Stereo

ICH:
https://www.youtube.com/user/kampfmeersau ANNUAL TOUR in HAMBURG-Harburg!
EINSTEIGERTIPPS:
http://www.car-hifi-auto.de/faq/2576-bit…rundlagenwissen FÜR und weil DARUM!
PARRY GRIPP:
https://www.youtube.com/watch?v=ERIfLmbsxBU The GUINEA PIG is in your MIND!

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Katakomba« (21. Oktober 2015, 22:12)


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