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1

Sonntag, 23. Juli 2017, 11:30

Subwoofer Gehäuse

Hi Gemeinde,

ich habe mal eine Frage an euch.
Zur Zeit baue ich mein Auto mit etwas Hifi Hardware um, es sollen zwei 12er in einem geschlossenen Gehäuse in der Reserverradmulde spielen.
Da ich wegen Volumenproblemen kein Gehäuse aus Holz (MDF) bauen kann, habe ich mich entschlossen das ganze aus GFK zu bauen.

Rohling ist soweit angefertigt und es passt alles wunderbar, nur habe ich keine Ahnung wie dick das ganze sein soll. Hat hier evtl. jemand Erfahrung wieviele Lagen oder cm das ganze haben soll?

Der Plan des Aufbaus ist wie folgt:
Reserverradmulde mit 3 Lagen 2,2 er Alubutyl gedämmt, oben auf der Ladefläche nur 1 Lage.

Gehäuseaufbau mit Seitenverkleidung, Deckplatte ist eine 22mm MDF Platte auf der zwei RF Punch montiert werden.


MFG Peter

Katakomba

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2

Sonntag, 23. Juli 2017, 12:56

Hi...

Wieiviel Liter hast Du denn effektiv in der Mulde, bzw. Schale für die 2 Woofer?
Hast Du das für die Woofer benötigte Volumen sorgsam berechnet?
Wieviel Leistung haben die Woofer, bzw. welche sind es?


Viele Grüße,
Katakomba
Lautsprechertüftler der selbst konstruiert und nicht konsumiert.. ;-)

Für alle die erst noch Wissen in Erfahrung bringen müssen: Bitte "car-hifi-tipps-tricks-sowie-grundlagen " der Einfachheit halber lesen.

3

Sonntag, 23. Juli 2017, 13:53

Zwei 12" in einer Mulde?
Na da bin ich mal gespannt. Die meisten Mulden werden so um die 45-55L haben.
Was sind das dann für Woofer das die mit SO wenig Volumen auskommen sollen?
Gruß
Ralf

4

Sonntag, 23. Juli 2017, 20:51

Hallo,

es handelt sich um zwei Rockford P3D4 Woofer.
Hersteller empfiehlt 29 Liter, nach meiner Berechnung
fehlen ca. 4 Liter.

Katakomba

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5

Sonntag, 23. Juli 2017, 21:21

Nabend...

Was für eine Musikrichtung hörst Du?
Wenn es HipHop wäre bist Du mit 29 Litern nicht wirklich bedient. Für etwas anderes als diese Musikrichtung (viel Tiefbass) würde ich die Woofer nicht nehmen. Die sind nicht so flink unterwegs.
Wenn bedacht wird, dass der beste Gütewert für so einen Woofer bei 53 Litern liegt (QTS 0,707), verstehe ich nicht, das mit den 29 Litern.
Die Wandstärke vom GFK Gehäuse muss relativ dick ausfallen, da die Woofer sonst das Gehäuse regelrecht atmen lassen, und es nicht so doll klingt.
Eine Materialdicke von etwa mindestens 8mm mit genügend Versteifungungen würde ich anstreben. 1,2KW darf man nicht unterschätzen.
Abgesehen davon: Pack das Teil mit Sonofil voll. Ein Päckchen ist für 20 Liter angegeben, doch in Wirklichkeit reicht eines für etwa 14 Liter.


Viele Grüße,
Katakomba

Edit:
Autohifi hat den Rockford übrigens mit 70 Litern im Bassreflex-Gehäuse getestet.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Katakomba« (23. Juli 2017, 21:28)


6

Sonntag, 23. Juli 2017, 21:33

Meine Musikrichtung ist Rock/ Metal.
Ich habe schon die ganze Hardware gekauft, ein Umtausch funktioniert nicht mehr.
Beim Hersteller unter http://www.rockfordfosgate.com/products/details/p3d4-12 hier habe ich die ca. 29 Liter entnommen für ein geschlossenes Gehäuse.

Gruß Peter

Katakomba

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7

Sonntag, 23. Juli 2017, 22:12

Ok...
Wenn Du Dämmwolle (Sonofil) reinpackst, könnte es noch funktionieren.
Zwischen dem P3D212 und dem P3D412 gibt es laut Rockford keine unterschiede beim Volumenbedarf für geschlossene Gehäuse und auch beim Bassreflex.
Im Zweifelsfalle müsstest Du eines der beiden Löcher wieder zumachen, und nur einen Woofer verwenden.
Doch vorher würde ich mal probieren.


Viele Grüße,
Katakomba
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8

Sonntag, 23. Juli 2017, 22:51

Hier noch zwei Fotos, damit man es sich besser vorstellen kann.
Da ich Sonofil nicht kenne wie wird das verarbeitet? Packung auf und einfach rein oder muss das geklebt werden?

http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1500844561.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1500844780.png

Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von »Munich83« (23. Juli 2017, 23:28)


Katakomba

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9

Montag, 24. Juli 2017, 15:20

Hi...

Ja, das Sonofil einfach locker in das "Gehäuse", und komplett befüllen.
Ok, wenn ich mir die Bilder anschaue, dann sieht das nach mehr als nur 54 Liter Netto aus? Wäre noch besser...
Mehr würde auch nicht schaden, da man immer noch verkleinern kann, aber nicht vergrößern.
Bei meiner Meinung von mindestens 8mm GFK-Dicke bleibe ich. Zudem würde ich in den Reserveradbereich noch Querverstrebungen z. B. aus Holz einfügen.

Viele Grüße,
Katakomba
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10

Montag, 24. Juli 2017, 20:09

Hi,

für die 8mm werde ich noch einige Lagen von der 300g/m2 Glasfasermatte benötigen, auf dem Bild sind jetzt 2 Lagen zu sehen.
Ich dachte immer, es muss nicht so dick sein weil es ja press in der Wanne liegt und dort nur der Boden recht lose ist.
Ich habe mal was von Formvlies und Glasfaserspachtel gelesen, ist das zu empfehlen um mehr Material aufzutragen oder sollte man bei einem Material bleiben?

Für die Verstrebung kleine Kanthölzer reinsägen und stumpf verschrauben? Meine Überlegung war senkrecht in der mitte entlang 3 Streben und horizontal in der Mulde 2 Streben zu verbauen aber evtl. Gewindestangen da diese nicht mein kostbares Volumen reduzieren würden?!

Gruß Peter

Katakomba

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11

Dienstag, 25. Juli 2017, 00:06

Nabend...

Am besten Du bleibst bei dem verwendeten Material.
Wie man auch hier im Video sieht. (Dort sieht man auch gut die Wandstärke für einem einzelnen schwächeren, kleineren Woofer)
Ich würde Kanthölzer verwenden, und diese Mit Harz innen verkleben.
Schrauben wird nicht viel bringen, da Du ja die Wände richtig stabilisieren musst.
Zudem würde ich versuchen durchgehende Kanthölzer unterzubringen. Von einer Seite direkt zur anderen.
Der Sinn der Verstrebungen ist folgender:
Nimm mal ein großes Blech, und klopf mal in die Mitte. Du hörst eine eher tiefe Resonanz.
Und dann drück das Blech mit der Mitte gegen z. B. einen Schraubstock, und klopf nochmal dagegen.
Dann hörst Du eine etwas eher höhere Resonanz (Ton) vom Blech.
Der Sinn der Sache ist die Flächen, die "frei" schwingen können zu "halten" um eine höhere Resonanz, am besten über 80 Hertz (über der Trennfrequenz) zu erreichen.
Wenn Du das nicht machst wird das GFK Gehäuse genau in dem Frequenzbereich schwingen, in dem das Subwooferchassi läuft.
Würde dann heissen: Teilweise werden Frequenzen verstärkt, und teiweise auch "geschluckt". Ausserdem klingt das dann auch komisch.
Das folgende Video zeigt Dir das mit verschiedenen Frequenzen und dem daraus ergebenden "Resonanzmuster" auf einer glatten Scheibe.
https://www.youtube.com/watch?v=NrGh9SWBgoo
Natürlich ist das etwas komplexer bei einem Gehäuse.


Viele Grüße,
Katakomba
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